Sämtliche sieben Mitglieder des Schweizer Bundesrats statteten dem „Center for Space and Habitability“ (CSH) an der Universität Bern einen Besuch ab. Die Mitglieder der Landesregierung informierten sich über die prominente Rolle der Uni bei Weltraumprojekten wie CHEOPS.

Zum Auftakt seiner alljährlichen „Schulreise“ besuchte der Bundesrat am 7. Juli 2016 die Universität Bern. Professor Willy Benz erläuterte die wichtige Rolle der Universität in der internationalen Weltraumforschung. «Wir behandeln hier fundamentale Fragen der Menschheit», sagte er: «Wie ist das Sonnensystem entstanden? Ist die Erde einzigartig? Gibt es andernorts im Universum Leben?»

Nach dem einleitenden Vortrag stiess das Labor von CHEOPS (CHaracterizing ExOPlanet Satellite), das nur mit Schutzanzügen betreten werden darf, auf grosses Interesse. In diesem Reinraum bauen Mitarbeitende des CSH das CHEOPS-Teleskop zusammen und testen es auf seine Weltraumtauglichkeit in einer fünfeinhalb Tonnen schweren Kalibration- und Vakuumkammer. Bequem fände ein Mensch Platz in dem drei Meter langen und zwei Meter hohen Zylinder. Von ihrer Grösse und Komplexität ist diese Testkammer in der Schweiz einzigartig. Es ist auch das erste Mal, dass die Schweiz zusammen mit der Europäischen Weltraumagentur ESA nicht nur für ein Instrument oder Teile davon verantwortlich ist, sondern für eine ganze Mission. Ihre Federführung liegt in den Händen von Benz. «Das Projektteam arbeitet unter Hockdruck», bemerkt er: «Der Start von CHEOPS soll 2018 stattfinden.» Von da an soll das Weltraumteleskop sogenannte Exo-Planeten untersuchen – «und uns vielleicht dem Fernziel näher bringen, eines Tages einen erdähnlichen Planeten zu entdecken.»

Bevor die hohen Gäste ihre Schulreise fortsetzten, überreichten ihnen Polymechaniker-Lehrlinge des physikalischen Instituts als Abschiedsgeschenk Modelle des Weltraumteleskops CHEOPS. Sie hatten diese selber detailgetreu im Massstab 1:20 angefertigt. Bundespräsident Johann Schneider-Ammann dankte den Mitarbeitenden der Uni für die Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke in ihre Arbeit. Er schloss: «Ich bin stolz auf die Leistungen der Universität Bern!»